0

ANGEBOTE

One Shot – Mit der Kamera mitten in der Monsterwelle

Der Australier Russel Ord riskiert jeden Tag sein Leben – für das perfekte Foto. Der dreifache Vater fotografiert Surfer, sein Arbeitsbereich ist die Aufschlagzone der Welle. Die Fotos, die dabei entstehen sind beeindruckend und faszinierend und haben ihn zum angesehensten Fotografen der Surf-Szene gemacht. Um seinen Job überleben zu können, trainiert Russel hart, er kann bis zu drei Minuten die Luft anhalten, aber er weiß auch, dass jedes Bild sein letztes sein könnte. Dabei ist er nur durch Zufall zur Fotografie gekommen. Nachdem er sich beim Surfen das Bein gebrochen hatte und nicht selbst aufs Brett konnte, begann er seine Kumpels zu fotografieren. Die Dokumentation begleitet ihn auf dem Weg zu dem Foto, dass ihn weltweit berühmt gemacht hat.

Beeindruckende, tolle Bilder und ein charismatischer Protagonist.

Hypnose auf dem Schulhof – In Trance ins Krankenhaus

Mitschüler hypnotisieren aus Spaß ein 17-jähriges Mädchen. So wie sie es in unzähligen Videos im Internet gesehen haben. Die junge Französin bricht daraufhin immer wieder zusammen, fällt immer wieder in Trance – einmal mitten auf der Straße. Die Ärzte im Krankenhaus sind ratlos, bis einer ihrer Schulfreunde von der Hypnose erzählt. Ein französischer Reporter recherchiert nach dem Vorfall und entdeckt, dass die sogenannte Street Hypnosis, also Straßenhypnose, ein gefährlicher Trend an den Schulen geworden ist. Er trifft junge Hobby-Hypnotiseure, die sich via Youtube selber „ausgebildet“ haben und ist dabei, wenn hypnotisierte Mitschüler die Kontrolle verlieren. Experimente, die der Journalist zusammen mit Profis auf der Straße macht, zeigen wie gefährlich dieser Trend sein kann. Ein junger Mann, zum Beispiel, schenkt einem völlig Fremden all seine Wertsachen, ohne sich anschließend daran zu erinnern.

Der Film zeigt mit starken Beispielen, warum es so gefährlich ist, dass Hypnose jetzt für jeden zugänglich ist. Opfer erzählen, was ihnen unter Hypnose angetan wurde.

Lost Places – Unterwegs in den „Soviet Mega-Monsters“

Es sind Bilder, die einen jedes Mal schon beim Hinsehen nervös machen. Urban Climber stehen in schwindelerregender Höhe, ohne Sicherung auf Brücken, Kränen oder Hochhäusern. Doch Dmitry Gromov und seinem Team geht es um mehr als nur tolle Bilder und Sicherheitskräfte austricksen. Er klettert mit der Kamera durch verlassene Gebäude in der Ukraine. Auf seinem Weg durch alte Bunker, stalinistische Monumentalbauten, unterirdische Flusstunnel oder den verlassenen Reaktor von Tschernobyl will er auf Architektur aufmerksam machen, die möglicherweise bald verschwunden sein wird, und erklären, was die Besonderheiten der historischen Gebäude sind. Im Ergebnis liefert er fantastische Bilder.

In der 10-teiligen Serie erforscht Gromov in jeder Folge ein anderes faszinierendes Bauwerk.

Der Intimfeind

Margaux ist 23 und nur knapp dem Tod entronnen. Die Giftstoffe in ihrem Tampon haben einen toxischen Schock in ihrem Körper ausgelöst. Leber und Nieren versagen. Die Ärzte sind ratlos. Eine Notoperation rettet ihr schließlich das Leben. Die Fälle dieses sogenannten „Toxischen Schocksyndroms“, ausgelöst durch Tampons, häufen sich weltweit. Das Tampon umgibt ein Tabu. Frauen reden nicht gerne darüber. Und die Hersteller hüllen sich in Schweigen. Eine Angabe von Inhaltsstoffen sucht man auf der Packung vergeblich. 25 verschiedene Giftstoffe haben Wissenschaftler in den Tampons gefunden, die sie für diesen Film getestet haben. Darunter Stoffe, die von der WHO als die gefährlichsten Chemikalien der Welt eingestuft werden.

Der Film geht der Frage nach, wie schädlich die Inhaltsstoffe von Tampons sein können – und warum dieses Thema auch heute noch so tabuisiert wird. Antworten geben Wissenschaftler und Betroffene. Bei den Herstellern und in den Produktionsstätten dagegen erntet man Schweigen.

Die Ian-King-Story: Outing-Unfall eines Vollgas-Machos

Ian Kings Welt ist voller Testosteron: Er ist der Gründer und Besitzer von „Car Porn Racing“, einer Firma, die Luxus-Rennwagen in Spezialanfertigung baut. Seine Freundin ist Joey Mead, Fernsehstar und Moderatorin von Asias Next Topmodel. Was niemand weiß und in seinem Geschäftsfeld auch besser keiner erfahren sollte: Ian ist Transgender und möchte als Frau leben. Ian hält das geheim, nur zu Hause schlüpft er in Frauenkleidung – bis zu einer Panne bei seinem Instagram Account. Der Online-Dienst informiert seine tausenden Follower, dass Ian ein zweites Profil hat: als Frau. Und outet so den Geschäftsmann ohne sein Einverständnis. Nach dem anfänglichen Schock beschließt Ian, die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen und ab jetzt auch öffentlich als „Angie“ zu leben. Freundin Joey akzeptiert seine Entscheidung nicht nur, sie wird zu seiner Make-up Assistentin, Modeberaterin – und Ehefrau.

 

Rebel Surgeon – Was er zum Operieren braucht, kriegt er im Baumarkt

Dr. Erik Erichsen ist Arzt aus Leidenschaft, doch Bürokratie treibt ihn in den Wahnsinn. Also hat er nach 30 Jahren an einem schwedischen Krankenhaus seine Sachen gepackt und ist gemeinsam mit seiner Frau nach Äthiopien gezogen. Hier, sagt er, kann er tatsächlich etwas bewegen. Und das machen, was er liebt – operieren. In Äthiopien kommen gerade einmal 3 Ärzte auf 100.000 Patienten. Und Geld für das Gesundheitssystem gibt es nicht. Doch Not macht erfinderisch, was bei einem engagierten Chirurgen wie Erichsen zu einigermaßen bizarr wirkenden Problemlösungen geführt hat. Denn er arbeitet mit so ziemlich allem, was der Baumarkt hergibt, um seine Patienten im wahrsten Sinne zusammenzuflicken – seien es Kabelbinder, Bohrer oder Fahrradspeichen. Im Ergebnis wären die Gäste in seinem OP in einer europäischen Universitäts-Klinik auch nicht besser bedient gewesen. Nur dass der Arzt auf diese Weise täglich Dutzenden Menschen hilft, für die es sonst keine Hoffnung gegeben hätte.

Ein erfrischend anderer Blick auf die Segnungen und Notwendigkeiten der modernen Medizin.

Mark Defriest – Der Ausbrecherkönig von Florida

Mark Defriests Gefängnislaufbahn begann 1980. Damals wurde er zu 4 Jahren Haft verurteilt, für einen Diebstahl, der eigentlich keiner war. Mark hatte von seinem verstorbenen Vater Werkzeug geerbt und es abgeholt, bevor das Testament offiziell vollstreckt wurde. Seine Stiefmutter zeigte ihn an und der 19-jährige wanderte in den Knast. Doch Mark, bei dem heute klar ist, dass er an Autismus leidet, konnte sich mit der Strafe nicht abfinden und begann eine einzigartige Ausbrecherkarriere. Insgesamt flüchtete er 7 Mal aus verschiedenen Gefängnissen, 6 weitere Ausbruchsversuche wurden verhindert. Unter anderem schüttete er LSD in den Kaffeetopf des Wachpersonals und baute sich eine Schusswaffe in der Gefängniswerkstatt. Nach jedem Fluchtversuch wurde seine Haftstrafe verlängert. Mark verbrachte insgesamt 27 Jahre in Isolationshaft. Sein nächster Anhörungstermin für eine mögliche Bewährung war für das Jahr 2085 festgesetzt, doch dank dieser Dokumentation über ihn wurde seine Strafe um 70 Jahre verkürzt. 2017 sollte Mark endlich frei kommen – falls er es schafft, in der Zwischenzeit keinen weiteren Ausbruchsversuch zu unternehmen.

Ein Film über den so bizarren wie tragischen Fall eines missverstandenen Autisten in den Mühlen der US-Justiz.

Real Life Superheroes – Die Hobby-Helden von nebenan

Ihre Vorbilder sind Batman oder Spiderman, doch sie sind keine Fantasie-Figuren, sondern lebensecht. Die „Real Life Superheroes“ zwängen ihre (nicht immer) durchtrainierten Körper in hautenge Kostüme und ziehen Nacht für Nacht los, um in ihrer Stadt für Recht und Ordnung zu sorgen. Sie schlichten Streitigkeiten, bringen Obdachlosen etwas zu essen, unterstützen Kinder und deren Eltern in kleinen und großen Alltags-Notlagen oder halten Vorträge in Schulen. Die Welt ein bisschen besser zu machen – das ist ihr gemeinsames Ziel. Wegen ihres großen Engagements werden sie auch selten belächelt – für nicht wenige in ihrem Revier sind die Helden eine Institution, trotz ihrer vielleicht albernen Kostümierung. Insgesamt gibt es in den USA rund 200 registrierte Superhelden und 140 Heldenanwärter.

Die wunderbar menschelnde Doku begleitet „Danger Man“, „Night Owl“, „Master Legend“ und andere Hobby-Heroes auf ihren Streifzügen. Und zeigt die Menschen hinter den Masken.

Men at Lunch – Die Story hinter dem berühmten Foto

„Men at Lunch“, das Bild von der Gruppe Arbeiter, die auf einem Stahlträger im 69. Stock des Rockefeller Centers Mittagspause macht, ist eine der berühmtesten Momentaufnahmen des 20. Jahrhunderts. Gemacht wurde es im Herbst 1932, doch recht viel mehr ist nicht bekannt. Wer sind die Männer, die auf dem Stahlträger die Balance zwischen Lunchbox und Lebensgefahr halten? Und wer war der Fotograf, der – nicht weniger wagemutig – das Bild im Sucher hatte?

Die Dokumentation erzählt die Geschichte des ikonischen Bildes. Teils Hommage, teils Untersuchung, geht es unter anderem in die Archive des Rockefeller Centers, wo weitere beeindruckende Bilder vom Bau des Wolkenkratzers aufbewahrt werden. Und in die Kalksteinhöhlen in den Bergen Pennsylvanias, wo das Original-Negativ des Fotos lagert – aus Glas und mittlerweile zerbrochen. Und tatsächlich, mehr als 80 Jahre nach seiner Entstehung beginnt das berühmte Foto ein paar seiner Geheimnisse preiszugeben.

Eddie Strongman – Auf dem Weg zum stärksten Mann der Welt

Eddie Hall ist der stärkste Mann Großbritanniens , sein Kampfname ist „Das Biest“ – und er hat eine Misson: Er ist besessen von dem Ziel, der stärkste Mann der Welt zu werden. Darauf ist sein gesamter Tagesablauf ausgerichtet. Er isst Unmengen der speziell für ihn zusammengestellten Mahlzeiten, trainiert stundenlang und reist durch die Welt, um sich mit den anderen Muskelbergen zu messen. Im Jahr 2015 wird dem zweifachen Vater sein Ehrgeiz fast zum Verhängnis: Beim Versuch erstmals 500 Kilogramm im „Deadlift“ zu heben, platzen ihm durch den enormen Druck Blutgefäße im Kopf. Eddie bricht ohnmächtig zusammen. Doch auch so ein „Malheur“ kann ihn nicht stoppen: Solange ihm kein Arzt sage, dass er aufhören muss, meint Eddie, solange werde er weiter an seinem Traum arbeiten. Auch wenn das bedeutet, dass er seine Frau und seine zwei Kinder so gut wie nie sieht.

Die Dokumentation begleitet Eddie auf dem Weg zu seinem größten Erfolg. Ein sehr persönlicher, emotionaler Einblick in die Welt der stärksten Männer der Welt. Und auf die Opfer, die sie für ihre Leidenschaft bringen müssen.

Bridge Brothers – Ein harter Job. Eine eingeschworene Truppe

Es ist einer der gefährlichsten Jobs, den man machen kann. Brückenmaler in den USA. Um die gigantischen Bauwerke vor Rost zu schützen, müssen die regelmäßig gestrichen werden. Nur auf Maschendraht, der über Stahlkabel gespannt ist, arbeiten die Brückenmaler in schwindelnder Höhe – immer angetrieben von einem gnadenlosen Zeitplan. Höhenangst, Klaustrophobie, Hitze, Regen und unaufmerksame Autofahrer machen den Brückenmalern das Leben zur Hölle. Schwere Unfälle und Verletzungen sind an der Tagesordnung, und viele harte Kerle sind schon nach ein paar Tagen an dem Job gescheitert. Wer dabei bleibt, ist stolz darauf – und hasst seinen Job gleichzeitig von ganzem Herzen. „Bridge Brothers“ begleitet eine eingeschworene Truppe Brückenmaler, die die Wahrzeichen Amerikas in Stand hält. Die Männer leben wochenlang auf engsten Raum zusammen, ihre Familien sehen sie nur selten. Ihr Umgangston ist rau, ihr Humor sehr speziell, und die Arbeit auf den Brücken hat sie eng zusammengeschweißt.

Atemberaubende Bilder und harte Kerle mit Herz.

 Modern Slaves – Rechtlose Menschen mitten unter uns 

Es ist ein Skandal, der immer wieder Schlagzeilen macht, aber den die Behörden nicht unter Kontrolle bekommen. Geschätzte 13.000 Menschen werden in Großbritannien wie Sklaven gehalten. Meistens sind es Obdachlose oder Drogensüchtige, die mit dem Versprechen auf Arbeit und Unterkunft geködert werden. Tatsächlich werden sie zur Arbeit gezwungen, bedroht und geschlagen. Marc Ovenden ist einer von ihnen. Gemeinsam mit 20 anderen Arbeitssklaven wurde er von einem Traveller-Ehepaar gefangengehalten und ausgebeutet. Es dauerte 2 Jahre, bis die Polizei ihn befreite. Heute spricht er über die furchtbaren Bedingungen, unter denen er leben musste. Und darüber, warum er und die anderen Männer nicht flohen.

Mit einzigartigem Zugang und Bildmaterial zu den größten Fällen in Großbritannien der letzten Jahre.

Ein fast perfekter Mord: Der Fall Helen Bailey

Die britische Autorin Helen Bailey verdiente Millionen mit Kinder- und Jugendbüchern. Als sie ihren Ehemann im Urlaub durch einen tragischen Unfall verliert, sucht sie Hilfe in einer Trauergruppe im Internet. Dort lernt sie einen Witwer kennen, der wenig später zu ihrer großen Liebe wird – und zu ihrem Mörder. Im Sommer 2016 verschwindet Helen Bailey spurlos, mitten in den Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit. Ihr Verlobter hilft bei der Suche, wendet sich in verzweifelten Appellen an die Öffentlichkeit. Doch er verstrickt sich auch in Widersprüche. Schließlich finden die Ermittler die Leiche der Autorin unter der Garage auf dem Grundstück der beiden. Ihr Verlobter hatte sie mit einem Kissen erstickt, nachdem er ihr monatelang heimlich Schlafmittel verabreicht hatte – offenbar um an ihr Vermögen zu kommen. Im Februar 2017 wurde Ian Steward wegen Mordes an Helen Bailey verurteilt.

Die Dokumentation zeichnet den Fall und die Ermittlungen detailliert nach. Inklusive Originalmaterial der Verhöre von Ian Steward und seiner Festnahme. Freunde des Opfers und Ermittler kommen zu Wort.

Der Junge mit dem Skateboard – Die Thalente-Biyela-Story

Thalente Biyela lebt in Südafrika auf der Straße, seit er mit 9 Jahren vor seinem gewalttätigen Vater weglief. Der Junge kann weder lesen noch schreiben – aber er kann Skateboard fahren. Und zwar so gut, dass Profi-Skater Tony Hawk bei einem Besuch in Durban auf ihn aufmerksam wird und beginnt, ihn zu unterstützen. Durch ein Internetvideo werden auch andere Profi-Skater in Los Angeles auf Thalente aufmerksam. Einer von ihnen, Kenny Anderson, holt ihn in die USA, um ihm zu zeigen, wie er sein Talent zum Beruf machen kann. Thalente dreht Filme, unterrichtet Kinder im skaten und lernt, was es bedeutet, zum ersten Mal in seinem Leben Erwartungen erfüllen zu müssen.

Tolle Bilder, ein sympathischer Protagonist und eine Geschichte, wie sie Hollywood sich nicht besser hätte ausdenken können. Die Dokumentation ist mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

All you can Eat – Das große Geschäft mit dem großen Fressen

„All You Can Eat“- Restaurants liegen voll im Trend – und die Betreiber sind sehr darum bemüht, das Stigma der Billig-Futterstätten loszuwerden und ihrem Angebot einen edleren Touch zu verleihen. Denn das Geschäft mit dem großen Fressen rechnet sich. Bis zu 13.000 Euro sind an einem Abend mit dem Lockstoff zu verdienen, dass die Gäste hier futtern können, bis beim besten Willen nichts mehr rein geht. Hinter dem heißen Angebot steckt eiskalte Berechnung. Taktisches Kalkül macht es dem Restaurantbesuchern so gut wie unmöglich, auf ihre tatsächlichen Kosten zu kommen und das investierte Geld wieder „heraus zu essen“.

In der Dokumentation plaudern Restaurantbetreiber aus dem Nähkästchen und es gibt jede Menge Tipps, wie man es schaffen kann, den Veranstaltern doch den Schweiß auf die Stirn zu treiben. Die Kamera begleitet professionelle Esser, Männer, die überzeugt sind, das sie das Restaurant arm essen können und auch eine Restauranttesterin, die erstaunt feststellt, dass das „All You Can Eat“-Angebot tatsächlich mehr als nur „genießbar“ ist.

Teen Bingers – Sie futtern sich in ein frühes Grab

Holly ist 14 und wiegt fast 110 Kilo. Seit Wochen ist sie nicht mehr in die Schule gegangen. Weil sie sich schämt. Die meiste Zeit sitzt sie allein in ihrem Zimmer und weint. Ihr wahres Gewicht ist ihr bestgehütetes Geheimnis. Auch Harry möchte nicht über sein Gewicht sprechen – aber hauptsächlich, weil er nicht einsehen will, dass er ein Gewichtsproblem hat. Der stark übergewichtige Teenager ist ein Youtube-Star und der gefeierte Klassenclown. Seine Eltern versuchen alles, um ihn zum Abnehmen zu bringen. Harry möchte einmal Pilot werden, und sie wollen, dass er versteht, dass der Traum platzen wird, wenn er nicht abnimmt. Weder Holly noch Harry ist aber klar, dass sie sich langsam zu Tode essen – so wie Samantha, die, 20 Jahre jung und 256 Kilo schwer, an ihrer krankhaften Esssucht starb. Samanthas Eltern versuchen nun andere Teenager zum Umdenken zu bringen.

Sehr emotional und sehr nah an den Protagonisten und ihren verzweifelten Familien.

Extreme Embalming – Geh so wie Du bist!

„Extreme Embalming“ ist vielleicht eine der schrägsten Life-Style-Erscheinungen der jüngsten Zeit – obwohl man wohl eher vom „Death-Style“ reden müsste. Es bezeichnet den Trend, sich von geliebten Verstorbenen zu verabschieden, bei dem diese nicht im Sarg drapiert, sondern in lebensechten Situationen ausgestellt werden, z.B. der Drogendealer auf dem Motorrad oder die Oma mit dem Glas Wein in der Hand am Tisch. Trendsetter sind hier insbesondere die Lateinamerikaner, aber jetzt schwappt diese Welle auch nach Großbritannien, wo viele natürlich völlig entsetzt sind.

Eine Dokumentation über den möglichst lebensechten Umgang mit dem Jenseits.

20 % cooler: Das unglaubliche „My Little Pony“ – Phänomen

Es ist die wohl bizarrste Fan-Bewegung und ein echtes Massenphänomen in den USA: „Bronies“, das sind Männer um die 30 und leidenschaftliche Fans der Animationsserie „My little Pony“. Und diese Fans sind keineswegs Sonderlinge dieser oder jener Art. Es handelt sich um ganz normale Typen quer durch die Gesellschaft, darunter coole Djs, abgeklärte Ex-Marines oder beinharte Biker. In ihrer Freizeit verschlingen sie alles, was es über die süße Kinderserie zu wissen und zu finden gibt. Die Macher, vor allem aber die Synchronstimme Ashleigh Ball, die von diesen Fans plötzlich als Star gehyped wird, sind von der Wirkung der Serie völlig überrascht. Und wie sich zeigt, ist es keineswegs ein plötzlicher Hype, der so schnell abflaut, wie er entstanden ist. „Brony“ zu sein ist eine zeitlose Geisteshaltung und Lebenseinstellung.

Die Dokumentation porträtiert verschiedene „Bronies“ – und begleitet Ashleigh Ball zur Brony-Convention in New York, zu der sie eingeladen wurde. Wobei sie die leise Befürchtung hat, es dort mit einer Masse geistesgestörter Leute zu tun zu bekommen.

Es ist kaum zu glauben, dass es das wirklich gibt. Der Film bietet einen noch nie da gewesenen, witzigen Einblick in die ungewöhnliche Welt dieser Männer, die den Mut haben, sie selbst zu sein – auch wenn das bedeutet, einen Cartoon für kleine Mädchen zu lieben.

Locked-In Boy – 10-jähriger Blogger spricht mit den Augen

Jonathan Bryan ist Blogger und schreibt wunderschöne Gedichte. Der 10-jährige liebt es, mit seinen Freunden Quatsch zu machen und Bücher zu lesen. Und das, obwohl seine Ärzte und Lehrer jahrelang überzeugt waren, dass er niemals kommunizieren würde. Jonathan wurde schwer behindert geboren, nachdem seine Mutter in einen Autounfall verwickelt war. Er ist spastisch gelähmt, hatte mehrfaches Organversagen und Gehirnschäden. Er kann nicht sprechen, laufen oder essen. Doch seine Mutter weigerte sich aufzugeben und brachte ihm bei, mit seinen Augen Wörter auf einem Buchstabenbrett zu bilden. Endlich konnte Jonathan alles sagen, was ihm durch den Kopf ging. Er selbst sagt, er habe sich bis zu diesem Moment gefühlt wie ein Vogel, der in einem Käfig eingesperrt war. Sein großes Ziel ist es, anderen ein ähnliches Schicksal zu ersparen. Er hat eine Kampagne gestartet, für eine bessere Ausbildung von Behinderten. Und er arbeitet an seinem ersten Buch.

Der Tag, der alles veränderte

Die amerikanische Filmemacherin Winnie Li war zu Besuch in Belfast, als sie auf einer Wanderung von einem 15-jährigen vergewaltigt wurde. Der Junge lauerte der 29-jährigen an einer einsamen Stelle auf, verwickelte in ein Gespräch und fiel schließlich über sie her. Winnie war sicher, sie würde den Angriff nicht überleben. Doch der wirkliche Überlebenskampf beginnt erst nach der Tat. Die junge Frau ist schwer traumatisiert, kann einfachste alltägliche Dinge nicht mehr erledigen. Selbst Blätter im Sonnenlicht können Auslöser für eine Panikattacke sein. Ihren Job in der Filmindustrie gibt sie auf – die Umgebung ist zu frauenfeindlich, sagt sie. In der zweiteiligen Serie erzählen Winnie und drei weitere Frauen von dem Tag, der ihr Leben für immer veränderte. Alle vier wurden auf unterschiedlichste Art Opfer sexueller Gewalt und versuchen seitdem, das Trauma zu überwinden.

Die Frauen berichten beeindruckend offen und schonungslos von der Tat, den Reaktionen ihrer Mitmenschen und dem Leben „danach“.